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Die Spinngruppe

Alte Haushandarbeitstechnik in gemütlicher Atmosphäre

Ein Kreis von fünf spinninteressierten Frauen trifft sich seit einiger Zeit regelmäßig im Hauenhorster Heimathaus. Angeregt durch die Jubiläumsfeierlichkeiten des Vereins im Jahr 2000, besann man sich auf die alte Haushandarbeitstechnik des Wollspinnens.

Spingruppe des Heimatvereins

Sie wurde vornehmlich in der Winterzeit von den Frauen und jungen Mädchen gemeinsam an den langen Winterabenden ausgeübt. Dabei wurde mangels Fernsehen und moderner Unterhaltungselektronik viel erzählt, gemeinsam gesungen und auch mancher Spaß gemacht.

Anneliese Heckmann, Änne Theil und Josefa Wegmann, alle auch aktiv in der Seniorentanzgruppe des Vereins, hatten in Ihrer Jugend das Handspinnen bereits praktiziert, sie hatten schnell den Bogen wieder heraus, wie aus der unbearbeiteten Schafswolle ein schöner gleichmäßiger Faden zu spinnen ist. Maria Boolke und Angela Dankbar dagegen mußten von der Pike auf die Technik neu erlernen. Aber auch sie erzielten bereits nach kurzer Zeit bereits beachtliche Ergebnisse.

Schützenhilfe erhielt die Gruppe vom Heimatverein Brochterbeck, wo seit Jahren eine aktive Spinngruppe besteht. Helga Rottmann, auf dem Bild die 2.te von rechts, verstand es sogar aus Hundewolle strickfähiges Garn zu spinnen. Die Besitzerin eines Golden Retrievers hatte ihr die ausgekämmte Wolle des Tieres zum verspinnen gegeben.

Die allerersten Geh- bzw. Spinnversuche begleitete jedoch die aus Catenhorn stammende Rendel Breulmann, geb. Mevenkamp. Sie hatte jahrelange Erfahrung aus einer von Ihr in Bad Waldliesborn aufgebauten Spinn- und Webstube für Kurgäste gesammelt.

letzte Änderung: 14.02.2011
Andreas Galle